musica aperta_03

 

Covid_eckig23. Saison 2021 - 2022 
Reservation: 076 518 59 29, Eintritt Fr. 30.- / für Studierende Fr. 20.- 
www.musica-aperta.ch

 

Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, Winterthur
Sonntag,  5. Dezember 2021, 17 Uhr

FISCHER SINGER STREIFF
Sébastien Singer (Cello), André Fischer (Gitarre), Egidius Streiff (Violine)

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Egidius Streiff A_a_480h-380

Philipp Racine (CH, 1958)

SOIF für Violoncello und Gitarre (2021, Uraufführung)

Zoltan Kodaly (1882-1967)

Duo op.7 für Violine und Violoncello

Andreas Pflüger (CH, 1941)

cinque fantasie für Trio (2021)  Auftrag Musica Aperta, UA

Leo Brouwerla (1939)

Dialogos de la Isla y el Mar (2017, Duo Fischer Singer gewidmet)

Ricardo Lopes Garcia, (BR,1950)

Fantasia Concertante für Violine, Violoncello und Gitarre (1988)

Die beiden Musiker Sébastien Singer und André Fischer bilden seit ihrer Studienzeit ein Duo. Ihre stetige Suche nach einer klanglich optimalen Verschmelzung ihrer Instrumente und Diskussionen über Gott und die Welt trugen nicht nur zu einem überaus harmonischem Zusammenspiel sondern auch zu einer tiefgreifenden Freundschaft bei. Ihre Aufnahmen der Gambensonaten von Bach erhielt den «Granny-Award». und die für sie geschriebenen Duos sind ein Fest – nicht nur für Gitarrenfreunde!

So ist das erste Werk «SOIF» stark geprägt durch die Pandemiemonate und den einhergehenden Durst nach Ausdruck: Philippe Racine hat seine «verdursteten Gefühle» in Musik gesetzt… Leo Brouwers Kompositionen für Gitarre sind seit langem zum Repertoire geworden. Wir sind stolz, dass das Duo ein exklusiv für sie geschriebenes Werk mitbringt: Brouwer verschmilzt in «La Isla y el Mar» auf ideale Weise die Klangfarben und technischen Möglichkeiten der beiden Instrumente.

Egidius Streiff und Sébastien Singer trafen sich über ihren gemeinsamen Mentor Walter Grimmer – mit dem sie zuletzt auch das Schubert Quintett einspielten. Hier spielen sie eines der virtuosen Paradestücke für Violine und `Cello: Zoltan Kodalys Duo op. 7 wird gemeinhin als spätromantisches Werk gehört; wir wollen das ungarische Lament und den zuweilen unflätigen Witz – wie so oft in Lassù-Friss Kompositionen – hörbar machen. Gemeinsam spielen die drei neugeschriebene Trios. Zu unserer Freude konnte musica aperta einen Kompositionsauftrag an Andreas Pflüger vergeben: Die cinque fantasie sind fünf kurze Stimmungsbilder, eigens für die drei Musiker geschrieben. Hingegen sind die Fantasia concertante eine Hommage an Brasilien und spezifisch an Heitor Villa Lobos, der für die jedem Volk eigenen musikalischen Gefühle und Techniken plädierte. Dementsprechend hören wir Erinnerungen an die Bachianas 7 und 8, an die Préludes und Études für Gitarre oder an das Sextuor mystique, woraus Ricardo Garcia eine Tonabfolge übernahm, die als Grundmaterial für alle drei Sätze dient.

www.egidiusstreiff.ch 
www.singerfischer.ch

 weitere Konzerte: 4.12.2021,19.30h BauArt Basel, Claragraben 160, Tel. +41 61 6818138
 weiteres Konzert mit anderem Programm: Do  2.12. in Neuchâtel

 Dieses Programm als *.doc

 

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Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, Winterthur
Freitag  21. Januar 2022, 20 Uhr

ReDi(v)e, zeitgenössisches Musiktheater
Silvia Berchtold – Blockflöten

Kirsten Reese (1968)

Lieplich beslozzen, zwitschernde Installation für Plastikobjekte und Blockflöte

Marco Zdralek (1973)

Mare crisium…ecco mormorar l‘onde für Blockflöte und elektronische Zuspielung

Tomi Räisänen (1976)

Dive

Silvia Berchtold (1989)

In cielo: Trauerlied auf einen gestorbenen Vogel

Georg Nussbaumer (1963)

Weisser Flugversuch #1 Angelus

Malika Kishino (1971)

Monochromer Garten für Perkussion und Blockflöte

Eintauchen in ein Eismeer aus Plastik, einen badenden Vogel vor dem Erstickungstod retten, einem Prozess der Ent-Virtualisierung und Ent-Müllung folgen: Das zeitgenössische Musiktheater Di(v)e möchte sich mit künstlerischen Mitteln Themen wie Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung widmen. Auf der narrativen Ebene behandelt Di(v)e einen Vogel, der bei seinem Bad im plastikverschmutzten Ozean am Müll verendet. Ausgangsbasis dafür bildet das Stück Dive des finnischen Komponisten Tomi Räisänen, das dieses Thema zum Inhalt hat. Beim Plastik, das in der Performance benutzt wird, handelt es sich um wasserlösliches, ökologisch abbaubares Algenplastik, das sich im Laufe der Performance in einem Wasserbecken auflöst. Es bleibt am Ende offen, ob der Vogel durch eine derartige Alternative gerettet werden kann. Insgesamt erklingen thematisch und dramaturgisch passende zeitgenössische Stücke von Kirsten Reese, Marko Zdralek, Malika Kishino, Georg Nussbaumer und Tomi Räisänen sowie Klangimprovisationen.

 

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