musica aperta_03

18. Saison 2016 / 2017 
Reservation: 076 518 59 29, Eintritt Fr. 30.- / 20.-    www.musica-aperta.ch

 

"Haus zum Lindengraben", Hirschengraben 22, Zürich (beim Kunsthaus)
Mittwoch 30. November 2016, 19.30 Uhr,

Villa Sträuli, Museumsstrasse 60, Winterthur
Donnerstag 01. Dezember 2016, 20 Uhr,

¿¡ tango nuevo  - Neue Musik?! 
Jörgen Brilling
(Gitarre/E-Gitarre) Uwe Mahnken (Akkordeon)

2016-11-30_Brilling_Mahnken_400

Tomás Gubitsch (1957)
Susanne Stelzenbach(1947)
Helmut Zapf (1956)
Max E. Keller (1947)
Astor Piazzolla (1921-1992)
Marc Garcia Vitoria (1985)
 
Taymur Streng (1962)
Stefan Lienenkämper (1963)
Marcelo Nisinman (1970)

 

Villa Luro (1989) (Tango Nuevo)
Spielfeld (2015)
Missa piccola (2015) – Auszüge
again and again and ...
(2016) Uraufführung
Compadre (Gitarre solo) und  Ausencias 
(Tango Nuevo)
Plata (la) (2016) Uraufführung - Der Kompositionsauftrag wurde realisiert im Rahmen der Nachwuchsförderung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung
Elektro-Akustische Studie II (2016)
Vecchia Carcassa (2013)
Take Life as a Slow-Motion Suicide Process (2008)
(Tango Nuevo)

 

Mit seinem Programm ¿¡tango nuevo  - Neue Musik?! wagt das DUO BRILLING & MAHNKEN zum ersten Mal den Spagat zwischen Tango Nuevo und zeitgenössischen Kompositionen, die für die beiden Musiker geschrieben wurden. Das Duo konzentriert sich seit 2008 vornehmlich auf die Erarbeitung und (Ur)Aufführung neuer und neuester Musik, hat aber gleichzeitig auch immer seine Tango Nuevo-Programme weiterentwickelt und ausgebaut. Dabei sind die musikalischen Grenzen sowohl beim Tango Nuevo als auch bei den Werken der Neuen Musik in beide Richtungen - Fortschritt wie Tradition - gleichermaßen offen: musica aperta!

Tomás Gubitschs Titel Villa Luro hat weniger mit dem gleichnamigen Stadtteil von Buenos Aires als vielmehr mit einer persönlichen Begegnung zu tun, über die er nur so viel verrät, dass ihn „ihr Duft und ihr Lächeln seitdem begleiten“. Im Zentrum von Susanne Stelzenbachs Spielfeld steht das Spielen, das seinen Sinn aus sich selbst erfährt und damit erfüllte Jetztzeit darstellt. Während im 1. Satz die Spieler unterschiedliche Positionen einnehmen, dominiert im 2. Satz ein virtuoser Wettlauf. Im 3. Satz werden durch den Wechsel von sich wiederholenden Elementen schillernde und sich ständig verändernde Klangflächen erzeugt. Zu seiner Missa piccola per due strumenti schreibt Helmut Zapf: „Die Komposition folgt der herkömmlichen Form einer Messe… Als Material liegt jedem Satz ein einfaches Motiv aus der Tradition zugrunde. Bewusst werden in den einzelnen Sätzen die Inhalte der Messeteile ‚ausmusiziert‘. Solche eindeutigen Motive und Spielgesten durchdringen alle Sätze der Komposition.“ Max E. Keller lotet die Vielfalt der Repetition aus, beginnend mit der simplen Wiederholung einer Viertongruppe und der Variation der Pausen dazwischen, bis hin zur Überlagerung von Tonfolge und rhythmischer Sequenz, wo das Wiederholte nicht sofort erkennbar ist. Schließlich mündet das Stück in elektronisch gesteuerte ‚Loops‘ der E-Gitarre zusammen mit den beiden live gespielten Instrumenten. Marc Garcia Vitoria schreibt: "Strength, pause, energy, control, sensuality… These words that are in the core of the Tango are part of my ongoing research when I compose. This project is ideal, and its interpreters too!" Taymur Streng verwendet in seiner Elektro-Akustischen Studie II sowohl "tonale" als auch geräuschhafte Klangelemente. Diese sind durch Nutzung von diversen Steuerelementen "manuell " eingespielt, aufgezeichnet und teils durch Resynthese bearbeitet worden.
Stefan Lienenkämper schreibt: „Bei der Entstehung von Vecchia carcassa (alte Kiste) dachte ich an Weite und ab und zu an die Sounds des Jazzgitarristen Bill Frisell…“ Marcelo Nisinman beschreibt sein Werk als „einen Tango an der Schnittstelle zur Neuen Musik“. Es erklingen aber keine tangotypische Figuren und Rhythmen, vielmehr handelt es sich um ein Zerrbild eines Tango-Vals, in dem die unterschiedlichsten Stilistiken und (verfremdeten) Klänge hart aufeinanderprallen.

Jörgen Brilling studierte Gitarre, Musikwissenschaften und Kunstgeschichte in Hamburg, Alicante und Moskau. Wichtige Einflüsse von Wulfin Lieske u. Alexander Frauchi sowie von Fred Frith und Frank Zappa. Bereits als Student wirkte er an Uraufführungen mit; mehrere Jahre Assistent an der Musikhochschule Hamburg. Arbeitete u.a. mit den Hamburger Symphoniker, der Hamburger Camerata, L’ART POUR L’ART, modern art ensemble und dem ensemble mosaik ; konzertiert als Solist, im Dúo Nuevo und e-werk. Rundfunk, CDs, Uraufführungen.

Uwe Mahnken studierte Konzertakkordeon bei Elsbeth Moser an der Musikhochschule Hannover. Erster Preisträger beim Deutschen Musikpreis für Akkordeonsolisten und Finalist beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Klingenthal. Umfangreiche Konzerttätigkeit sowie diverse Rundfunkaufnahmen zeigen seine Vorliebe für ungewöhnliche Klang- und Stilkombinationen. Er konzertiert in verschiedenen Kammermusikbesetzungen. In enger Zusammenarbeit mit den Komponisten spielte er zahlreiche Uraufführungen.

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Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, Winterthur 
Samstag  21. Januar 2017, 20 Uhr

 SYNAPSEN

Ensemble ö! mit:  
Riccarda Caflisch Flöte, Manfred Spitaler Klarinette, David Sontòn Caflisch Violine, Christian Hieronymi Violoncello, Asia Ahmetjanova Klavier

 

David Sontòn Caflisch (1974)
Iannis Xenakis (1922-2001)
Claude Vivier (1948-1983)
Stephanie Haensler (1986)
Maurice Ravel (1875-1937)

 

BILDER, 3. Satz und Epilog (2015) für Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello
Dikhthas (1979) für Violine und Klavier
Paramirabo (1978) für Flöte, Violine, Violoncello und Klavier
N.N. (2016) (Uraufführung des Auftrages von musica aperta)
Boléro (1928)
(Bearbeitung von David Sontòn Caflisch 2014)
  für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

Mit dem Programm Synapsen präsentiert das Ensemble ö! fünf Werke, die stilistisch nicht nahe verwandt sind. Jedes Werk sucht und entwickelt seine ganz eigene Sprache und trotzdem oder gerade deshalb entstehen von Werk zu Werk klare Parallelen, die im musikalischen Gestus zu finden sind. Es bilden sich dabei beim Hören ganz von selbst neue Synapsen. Dem Ensemble ö! ist es immer mehr ein Anliegen, bestehende Werke von hoher Qualität regelmässig wieder aufzuführen, sodass neuere Werke allmählich auch eine Interpretationsgeschichte erfahren. Nicht desto trotz ist die Pflege von Uraufführungen ein wichtiges Anliegen.

 

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