musica aperta_03

 

25. Saison 2023 - 2024 
Alle Konzerte: Alter Stadthaussaal, Marktgasse 53, 2. Stock, Winterthur
Reservation 076 518 59 29 Eintritt Fr. 30.- / Studierende Fr. 20.-

www.musica-aperta.ch

 

Freitag, 1. März 2024, 20 Uhr

Doppio

Zeitgenössische Kommentare auf Musik des Mittelalters, für Doppelflöte und Nickelharpa

Silvia Berchtold, Blockflöte/Doppelflöte und Collin Heller, Nickelharpa

musica aperta 1.3.2024 Silvia Berchtold_800

Kassia (~810-865)

Doxazomen sou Christe      

Kommentar: Nicholas Morrish (2023) UA

Guillaume de Machaut (~1300-1377)

Comment qu’à moy lointeinne  

Kommentar: Joan Jordi Oliver (1994) UA

Anonym (14.Jhdt)

Istanpitta Principiu di virtu     

Kommentar: Collin Heller (1994) UA

Manuscrit du Roi (13.Jhdt)

La Sexte Estampie Real      

Kommentar: Jacopo Greco d’Alceo (1989) UA

Kassia (~810-865)

Petron ke Pavlon          

Kommentar: Nicholas Morrish (2023) UA 
 des Auftrages von musica aperta

Das Konzert wird von Radio SRF 2 Kultur aufgenommen.

Die Instrumente Doppelflöte und Nickelharpa sind seit dem Mittelalter in Bildern weitreichend dokumentiert. Im zeitgenössischen Musikgeschehen unserer Breitengrade erscheinen diese damals so gängigen Instrumente allerdings kaum noch. Um dem entgegen zu wirken, fragten wir für das Programm „Doppio“ junge KomponistInnen an, für diese Instrumente jeweils einen zeitgenössischen Kommentar auf mittelalterliche Werke zu schreiben. Der Titel Doppio (doppelt) erweist seinem Namen auf dreierlei Weise die Ehre: Zum einen in der Referenz auf die Doppelflöte selbst, zum weiteren auf das Zusammenspiel zweier unterrepräsentierter Instrumente und zum dritten in der Gegenüberstellung mittelalterlicher Werke mit ihren zeitgenössischen Kommentaren.

Doppelflöten, die sich zum mehrstimmigen Spiel mit sich selbst eignen, sind in verschiedensten Kulturen zu hause. Die europäische mittelalterliche Doppelflöte gleicht zwei Blockflöten, die am Kopf zusammenhängen. Die Nickelharpa ist ein Streichinstrument, dessen Tonhöhen durch Tasten verändert werden. Ihre Ursprünge werden im skandinavischen Raum verortet, wo sie auch heute noch als Volksinstrument verwendet wird. 

Silvia Berchtold studierte Blockflöte bei Matthias Weilenmann (ZHdK Zürich), Pierre Hamon (CNSMD Lyon) und Jeremias Schwarzer (HfM Nürnberg). Im Februar 2018 war sie als artist in residence in Varanasi, Indien, um sich mit klassisch Nord-Indischer Musik auseinanderzusetzen. Als Blockflötistin erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, so den ersten Preis beim renommierten internationalen Blockflötenwettbewerb MOECK/SRP 2017 in London, bei dem sie bereits 2015 Finalistin war. Sie war Stipendiatin der Hirschmann Stiftung, des Deutschlandstipendiums und Lauréat boursier der Stiftung Mécénat Musical Société Générale. Seit 2021 wird sie vom Deutschen Musikrat im Programm InSzene für zeitgenössische Musik gefördert.
www.silvia-berchtold.com

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Samstag, 25. Mai 2024, 20 Uhr

Sophie Lüssi String Quartet - Werke von Sophie Lüssi
Sophie Lüssi Violine/Bratsche, Leonardo Ferreyra Violine, Rahel Zellweger Violine/Bratsche,  Andreas Ochsner Cello

N.N. (2023) Auftragskomposition von Musica Aperta, UA
Arrangements über
Caravan von Duke Ellington, Turn out the Stars von Bill Evans, Nardis von Miles Davis, Rhythm Future von Django Reinhardt

Die Winterthurer Jazz Geigerin und Komponistin Sophie Lüssi erweitert mit ihren Kompositionen die Grenzen des Klassischen und des Jazz und reiht sich ein in die musikalische Bewegung des “Third Stream”, der Synthese zwischen dem Jazz und der klassischen oder zeitgenössischen europäischen Musik. Sophie Lüssis Streichquartett erzeugt eine reichhaltige Klangwelt mit ständigem Blick zur europäischen Musiktradition und zur mentalen Offenheit, welche durch die Jazzimprovisation bewirkt wird. In ihren Arrangements wird man Lüssis Liebe zur Modernen Klassik (Bartok, Ligeti, Strawinsky, Prokofiev) und ebenso zu den Klassikern des Jazz (Duke Ellington, Gill Evans, Charlie Mingus) heraushören.

Leonardo Ferreyra Tango String Quartet - Werke von Leonardo Ferreyra

Kompositionen über traditionelle Tangothemen: - Los Mareados, El motivo, El marne

Dem Argentinier Leonardo Ferreyra, seit 2021 in Winterthur lebend, wurde der Tango in die Wiege gelegt. Er hat mit vielen Tangomusikern gespielt, welche die Hochblüte des Tangos geprägt haben. Heute ist er als Geigenvirtuose wie als Komponist einer der wichtigen Vertreter der Avantgarde der Tangokultur. Er scheut das Risiko nicht und befreit die Tangos von der Last des Längstgehörten und ermöglicht frische, überraschende Begegnungen, ohne dass Neuerung zum Selbstzweck wird. Er braucht nicht die Klischees des Tangos, den Klang des Bandoneons, den Drive eines Kontrabasses oder die Allgegenwart des Klaviers. All dies ist in jedem Glissando präsent, in der erweiterten Chromatik, im exquisiten Umgang mit Klangfarbe und Orchestrierung.

 

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