musica aperta_03

20. Saison 2018 - 2019 
Reservation: 076 518 59 29, Eintritt Fr. 30.- / 20.-    www.musica-aperta.ch   www.villastraeeuli.ch

 

Villa Sträuli, Museumsstrasse 60, Winterthur  
Dienstag 14. Mai 2019, 20 Uhr 
Einführung um 19.20 Uhr: Thomas Kessler - Egidius Streiff

Egidius Streiff, Violine & Werner Bärtschi, Klavier

Bärtschi-Streiff 14-Mai-2019_800 

Egidius Streiff - Violine  Werner Bärtschi - Klavier 

Johann Sebastian Bach (1665 - 1750)

“Lamento” aus dem Trio für Clavier und Violine f-moll BWV 1018 (vor 1725) 

Younghi Pagh-Paan (1945)

Fanfarella (2018) für Violine solo

John Cage (1912 - 1992)

Nocturne for violin and piano (1947)

Werner Bärtschi (1950)

HAJC (2001) für Klavier solo

Thomas Kessler (1937)

violin control (1978) für Violine und Live-Elektronik

César Franck (1822 - 1890)

Sonate A-Dur (1886)
   Allegretto ben moderato - Allegro - Recitativo –  Fantasia: Ben moderato - Allegretto poco mosso

Werner Bärtschi und Egidius Streiff spannen den Bogen von Bach bis César Franck, deren Welten so fern voneinander nicht sind! Dazwischen präsentieren sie neue Werke in feinster Manier: Die kleine Fanfarella wurde von Younghi Pagh-Paan für Streiff geschrieben: Lauthals beginnt das Stücklein, aber zunehmend leise kündet es eine neue Ära an, die gegen Ende sogar mit einer veritablen «Melodie» hörbar wird. John Cage begründete das 1947 geschriebene «Nocturne» mit der Notwendigkeit, angesichts des allgemeinen Zustands der Welt ruhige Musik zu schreiben – dem bleibt leider auch heute nichts hinzuzufügen. HAJC von und mit Bärtschi ist ein häretisches Stück; eine Ketzerei in 16 Schritten, die vor der Vereinnahmung retten. Thomas Kesslers «violin control» ist ein Klassiker der live-elektronischen Musik aus dem Jahr 1978. Ursprünglich für Synthesizer und PA konzipiert, heute aber einfach realisierbar mit Computer, oder sogar mit Iphone und etwa einem Gitarrenverstärker.

Das gleiche Konzert findet am 13.Mai um 20.00h im Gare du Nord Basel statt.

Werner Bärtschi spielt Werke von der Spätrenaissance bis zur Gegenwart. Er hat bedeutende Uraufführungen (u.a. Cage, Klaus Huber, Riley, Schnebel) gespielt und engagiert sich auch für Aussenseiter wie C. Ph. E. Bach oder Charles Ives. Er fragt immer wieder nach der Eigenart jedes Werkes, und er schöpft seine kreativen und spannungsvollen Interpretationen nicht zuletzt aus seiner Arbeit als Komponist. Konzerte auf allen Kontinenten, Auftritte an Festivals wie Gstaad, Luzern, Zürich, La Roque d’Anthéron, Salz-burg; Radio-, Fernseh- und Kinoauftritte, zahlreiche CDs (ein "Grand Prix du disque“)     www.rezital.ch

Egidius Streiff hat sich seit seinem Studium weltweit als versatiler Violinist profiliert. Er hat unzählige zeitgenössische Werke zur Uraufführung gebracht, so Wang Xilings Violinkonzert mit dem China National Symphony Orchestra in Beijing, Lothar Voigtländers Emphasis in Dresden, oder auch im April 2014 das dritte Violinkonzert von Harry Crowl  - nach einer Tournee in 2012 als Solist in dessen zweitem Violinkonzert mit dem Orquestra de Parana.  Seine neuesten Arbeiten sind dokumentiert in einer CD mit Werken von Viktor Kalabis (streiffzug SC1702, 2019), einer Aufnahme der Sonate op.72 („AFFE SCHAF“) von Max Reger als Teil der preisgekrönten DVD „Maximum Reger“ (BBC „DVD of the year 2018), sowie der posthumen Uraufführung und Ersteinspielung von Isang Yuns Violinsonate (capriccio C5364, 2019).
www.streiffzug.com

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Villa Sträuli, Museumsstrasse 60, Winterthur
Samstag 22. Juni 2019, 20 Uhr

20 Jahre musica aperta
ensemble für neue musik zürich:
Hans-Peter Frehner - Flöte, Manfred Spitaler - Klarinetten, Daniela Müller - Violine - Nicola Romanò - Violoncello & Marco von Orelli - Trompete

Trios für variable Besetzung von Junghae Lee (Korea/Basel), Rudolf Kelterborn (Basel), Ralf Hoyer (Berlin), Cecilia Villanueva (Buenos Aires),
Lukas Stamm (Luzern), Susanne Stelzenbach (Berlin), Martin Daske (Berlin)

7 Uraufführungen der 7 Aufträge von musica aperta - das sieht zunächst nach einem typischen Jubiläumsprogramm aus. Aber das spezielle ist, dass die Trios für variable Besetzungen geschrieben werden, und dass jedes Stück zwei- oder dreimal gespielt wird, in verschiedenen Besetzungen, die von den Interpreten gewählt werden - im Sinne ihrer kreativen Einbindung und stärkeren Mitbeteiligung am Erklingenden. Besonders prägnant wird dies sein, wenn grafische, verbale oder sonstwie unkonventionelle Notationen verwendet werden und wenn Marco von Orelli, der primär in der Improvisationsszene beheimatet ist, einen Part spielt. Der Hörer andererseits erfährt das gleiche Trio quasi aus verschiedenen Perspektiven, kann das Potential der Komposition erkennen.

Wir haben KomponistInnen ausgewählt, die in verschiedenen Beziehungen zu musica aperta stehen, die aus verschiedenen (Welt)-Gegenden stammen, verschiedene Stile und Generationen (geb.1931 bis 1994, also fast drei Generationen) repräsentieren. Und es freut uns sehr, dass alle zugesagt haben. Zwischen den beiden Konzerten wird ein Apéro riche serviert werden.

Das Konzert wird von SRF 2 aufgenommen